Bombus terrestris
Die Erdhummel
Erdhummel auf Tönnchen
Erdhummelköniginnen auf dem Nest
Wachsmotte
Wachsmotte
Nest mit Wachsmotten
Nest mit Wachsmotten kurz vor der Zerstörung
Wachsmottenschale
Schale mit Wachsmottenlarven
Koppulation
Begattung einer Königin
Steinhummel

 

 

 

 

Das Hummelhaus1

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Vor- und Nachteile herkömmlicher Hummelnistkästen

     Beim Kauf oder Selbstbau eines Hummelnistkastens gibt es zwei Bauweisen, die es zu      beachten gilt.

    Nistkasten unter der Erde:
    Ein Nistkasten unter der Erde bieten den Vorteil, das bei hohen Außentemperaturen von 35 °C die     Hummeln die Ideale Nesttemperatur von 30°C halten können ohne das durch Überhitzung das
    Nest zugrunde geht. Bei einer Stauwärme von 40 °C im Nest gelangen die Hummeln in eine     lebensbedrohliche Lage.
    Eine Selbstansiedlung ist sehr wahrscheinlich da es ein natürliches Verhalten der     Hummelköniginnen ist, nach Erdlöchern zu suchen, um ein Nest zu bauen.
    Der Nestgeruch unter der Erde breitet sich nicht so stark aus und Wachsmotten werden nicht so     schnell angelockt.
    Die Nachteile sind, dass die Nester bei Regen durchfeuchten und sehr schnell Wasser in den     Kasten läuft. Die Schimmelbildung ist sehr häufig. Das Hummelvolk kann sich nicht     weiterentwickeln.

    Nistkasten über der Erde:
    Der Vorteil eines Nistkastens über der Erde ist der, dass er bei guter Abdichtung innen schön     Trocken bleibt, wenn für genügend Luftaustausch gesorgt wird.
    Er ist leichter zu kontrollieren. Der entscheidende Nachteil ist, dass sich bei warmem Wetter sehr     schnell Stauwärme bildet und die Hummeln versuchen mit ihren Flügeln Frischluft in den Kasten
    zu wedeln. Bei 41 °C im Innenraum sterben die Hummeln.
    Ein weiterer Nachteil ist, dass beim öffnen des Kastens, die Hummeln durch Erschütterung
    massiv gestört werden. Ein Wachsmottenschutz ist meist nicht vorhanden.

    Die oben rechts gezeigten Nistkästen verbinden die Vorteile dieser beiben Nistkastentypen.
    Sie werden in zwei Ausführungen gefertigt.
    1. Mit langem Laufgang, ca. 40cm, der gerne von Erd und Steinhummeln angenommen wird, da er     einem Mausegang nachempfunden ist.
    2. Mit kurzem Laufgang, ca. 5cm, für Acker- Wiesen und Baumhummeln, da sie nicht so tief in der     Erde ihre Nester bauen.

    Der Nistkasten besteht aus zwei Bauteilen.

    1. Nistkastenunterteil
    2. Klimaaufsatz

    Beschreibung:

    Beide Räume sind durch ein Trenngitter aus Edelstahl abgeteilt. Hierdurch wird ein guter     Luftaustausch gewährleistet und zu hohe Feuchtigkeit und Schimmel werden im Nest vermieden.     Die Isolation des Polystyrolgehäuses gegen das Erdreich verhindert, das sich an der Innenseite     Schwitzwasser bildet. Die beidseitigen Lüftungsgitter im oberen Teil sind mit einem Regendach     versehen. Die Lüftungsfenster haben nach außen eine Schräge, damit Wasser abfließen kann. Auf     das Trenngitter kommt in der kalten Jahreszeit im Frühjahr eine Polsterwollmatte oder     Polsterwolle, um das Nestes vor kalter Witterung zu schützen. Diese Polsterwollmatte muß nach     der Nestgründung wenn regelmäßige Sammelflüge der Arbeiterinnen stattfinden entfernt werden.     Dieser Nistkasten wird bis zur Unterkante des „Einflugblocks“ eingegraben. Hierdurch liegt das     Einflugloch auf Erdniveau und eine Selbstansiedlung wird hierdurch unterstützt. Ein Riffelrohr     (20mm) welches den natürlichen Zugang zum Nestinneren simuliert ist mit Acryldichtungsmasse     eingeklebt. Das Material des Nistkastens (Polystyrol EPS) ist verrottungsfest, wasserdicht     und kann somit viele Jahre Verwendung finden.

    Der Wachsmottenschutz:
    Die Hummeln heben mit ihrem Kopf die Klappe an und kriechen in den Eingang. Hinter ihnen fällt
    sie selbsständig zu und verschließt ihn.     Die seit 2005 gefertigten Klappen sehen so aus.
    Die Wachsmottenklappe soll erst nach Gründung des  Nestes  und ausreichender Volksgröße     nach einer „Lernphase  3 – 4 Tage“ geschlossen werden.

    Die Lernphase gestaltet sich so, dass die Klappe erstmal mit einem Streichholz geöffnet ist und
    die Hummeln sich dran gewöhnen. Jeden Tag wird die Klappe immer mehr geschlossen, bis sie         nach 3 Tagen bündig auf der Schräge sitzt. Das Loch in der Klappe dient dazu, mit einem
    Streichholz, die Klappenöffnung zu verstellen.
    Die Anwendung der Klappe funktioniert gut und ist erprobt. Sie ist am unteren Ende leicht nach     außen gebogen, damit die Hummeln eine Angriffsfläche haben um sie mit dem Thorax anzuheben.     Der Eingang ist eine sensible Stelle, der von Hummeln vermutlich mit Pheromonen markiert wird.     Manchmal entsteht ein kleiner Stau an der Klappe, jedoch lernen die Hummeln schnell dieses     Hindernis zu überwinden.

    Das Anheben der Klappe ist nach der Eingewöhnungszeit sehr einfach für die Hummeln. In der     Natur müssen sie auch schon mal ein Blatt vom Eingang wegräumen um ins Nest zu gelangen.
    Die Klappe trägt dazu bei, dem Hummelvolk einen Schutz vor Wachsmotten zu geben.

    Nistkästen im Allgemeinen sollten nicht sich selbst überlassen werden. Eine regelmäßige
    Kontrolle  ist sehr wichtig. Verändert sich die Flugfrequenz der Hummeln stark, oder
    man beobachtet andere Unregelmäßigkeiten, sollte man dieses als Signal zu einer
    näheren Untersuchung verstehen.
    Zur einfachen Kontrolle oder Beobachtung reicht es den Lüftungskasten abzunehmen.

 

    .

Wie stelle ich den Nistkasten richtig auf

 

Lego
Nistkasten mit kurzem Laufgang

 

Nistkasten mit langem Laufgang
Steinhummelnest
Steinhummelnest
Hummel auf Mohnblüte
Futterstation
Futterstation
Eingang mit Klappe
Eingang mit Klappe
Einsetzhilfe
Einsetzhilfe
Klappenmuster
Klappenmuster
Nistkasten mit kurzem Laufgang
Nistkasten mit langem Laufgang
Königin

 

                                        

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